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Noticia:

Einführung in die "Castells" 23-02-2005
"Castells",die Schloss-Türme, Menschliche Pyramide

Die "castells" sind eine der unverwechselbarsten Darstellungen der katalanischen Volkskultur, hauptsächlich in Tarragona und Umgebung.

Der Ursprung der "castells" wird als eine Mischung aus Legende und Geschichte beschrieben. In der Zeit der Römer, Fischer und Bauern die spät an die hoch gelegene Stadt zurück kamen, wenn diese ihre Türen schon geschloßen hatte, mußten einen Menschen Turm bauen, um in die Stadt rein kommen zu können.

Anderseits, an der Geschichte gesehen, sind die "castells" eine Evolution von den "balls de valencians" (Valencianer Tänze), die mit einem Menschen Turm endeten.

Aber die "castells", wie wir sie heute kennen, haben ihren Ursprung in der Stadt Valls mitte des 19. Jahrhundert.

Am Anfang gab es keine "castells"-Gruppen. Jedes mal wenn in irgend einem Dorf "festa major" war, ging jeder "castell"-Mann zu diesem Dorf, um dort mit den Leuten des Dorfes zusammen "castells" zu bauen.

Im 20. Jahrhundert kam Korporativismus in die "castells" rein und es begannen verschiedene Gruppen zu erscheinen, die "colles" gennant werden und die ihren haupt Unterschied an der Farbe von ihrem Hemd haben.

Die Kleidung von jedem "castell"-Mann oder -Frau besteht aus: weiße Hose, Hemd mit der Farbe der Gruppe, schwarze Mieder und rotes Tuch mit weißen Punkten daß auf dem Kopf getragen wird.

Der katalanische Poet Joan Maragall beschrieb die "castells" als: "Kraft, Mut, Gleichgewicht und Vernunft" und es ist auch wahr daß all diese Eigenschaften nötig sind, um ein Menschen Turm bauen zu können.

Um ein "castell" bauen zu können, braucht man zuerst eine ausgedehnte Basis, die "pinya" genannt wird, in der die ersten die das haupt Gewicht aushalten stehen. Sie stellen die erste Etage dar und werden "baixos" gennant.

Auf diese kommen dann die "segons", die "terços", die "quarts", usw. Zuletzt bestehen die oberen Etagen aus "dosos", "acotxador" und "enxaneta".

Der "enxaneta" ist der kleine Junge der seine hand heben muß, befor er an der anderen Seite des "castells" wieder runter steigt.

Verschiedene Namen werden den verschiedenen Arten von "castells" gegenen. Das hängt von der Zahl der Etagen und von der Zahl der Leute die auf jeder Etage stehen ab.

Befor wir diese kurze Einführung beenden, muß noch gesagt werden daß ein "castell" nicht komplet ist bis der kleine Junge ganz oben auf dem "castell" seinen Arm gehoben hatt.

Die typische Musik Begleitung bei einem "castell" wird von den "grallers" gespielt. Diese fangen an zu spielen sobald der Versuch gültig ist und die Musik ändert sich, wenn der kleine Junge seinen Arm hebt.

Während ein "castell" aufgebaut wird, müßen die Zuschauer still sein und sie dürfen erst klatschen, wenn der "castell" gekront ist.

Ein guter "castell" ist nur möglich wenn jeder sein bestes beiträgt.

Text von Josep Maria Sabaté i Bosch.

Mehr Info:
CASTELLS: Katalanische menschliche Pyramide